Detaildarstellung (Auswahl)

Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg
Nummer 561
Ort Hersbruck
Bezeichnung "Kdo B 7" [LIT]
Gebiet Bayern
Eröffnung 17.05.1944
Schließung "Evakuierung": 08.-15.04.1945 über Kelheim nach Dachau [LIT]
Deportationen
Häftlinge Zeitweilig bis zu 6.000 Häftlinge, vor allem ungarische Juden [LIT]
Geschlecht Männer
Einsatz der Häftlinge bei AEG; Bauleitung Dogger, Bauleitung B 7; Deutsche Schachtbau GmbH; Siemens-Bau-Union; Höllein & Co.; Hochtief AG; Hübscher & Wanninger; Sager & Wörner; Thormann & Stiefel; Firma Ballauf etc.
Art der Arbeit Stollenbau; Bohrungen in Förrenbach; Beseitigung von Bombenschäden am Hauptbahnhof und Rangierbahnhof in Nürnberg
Bemerkungen Die Häftlinge waren in Happurg untergebracht; nach und nach wurden bis Ende August 1944 alle Häftlinge nach Hersbruck verlegt. / Das Lager in Hersbruck befand sich in der Amberger Straße in einem ehemaligen Lager des RAD, welches nicht für eine so große Häftlingszahl ausgelegt war. Mehrere tausend Menschen hatten sich 6 Klosettschüsseln, 12 Wasserhähne und 10 Duschen zu teilen. Trotz der kurzen Bestehenszeit des Außenlagers erwuchsen aus diesen Gegebenheiten tödliche Lebensbedingungen. Die Häftlinge mußten in die Houbirg, einem Berg in Happurg, zur Verlegung kriegsrelevanter Industrie Stollen graben. Neben dem Terror durch Funktionshäftlinge und SS waren vor allem Typhuserkrankungen und Entkräftung für eine enorm hohe Sterblichkeit verantwortlich. [LIT] Insgesamt starben etwa 4.000 Häftlinge. [LIT]
Markierung
Literaturverweise Benz/Distel 4 2006, S. 136-140
Heigl 1994
ITS 1979 (Standardreferenz)
Puvogel/Stankowski 1995
Siegert 1996

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