Detaildarstellung (Auswahl)

Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen
Nummer 153
Ort Unterlüß-Altensothrieth
Bezeichnung Preußen (Provinz Hannover)
Gebiet Lager Unterlüß-Tannenberg/Tannenberglager {74}
Eröffnung 15.08.1944 [LIT]
Schließung 12.04.1945 [LIT]
Deportationen Im August bzw. Sept. 1944 wurden in vermutlich zwei Transporten 600 bis 900 jüdische Frauen aus Auschwitz in das "Tannenberglager" nach Unterlüß gebracht. Als erstes wurde eine polnische Frauengruppe aus dem Ghetto Lodz in Polen über Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen zur Arbeit nach Unterlüß gebracht. Damit ist zumindest für diesen wahrscheinlich ersten Transport von etwa 400 Frauen nach Unterlüß ein Zwischenaufenthalt im Zeltlager Bergen-Belsen sicher. Ein weiterer Transport von etwa 500 bis 600 ungarischen Jüdinnen traf erst später im Außenlager ein. Im Dezember wurde die Zahl der Frauen jedoch wieder reduziert und ein Teil der ungarischen Jüdinnen nach Bergen-Belsen geschickt.[LIT]
Häftlinge Mitte März 1945 befanden sich noch 517 Frauen im Einsatz. [LIT]
Geschlecht Frauen
Einsatz der Häftlinge bei Munitionsfabrik der Rheinmetall Borsig AG [LIT]
Art der Arbeit Aushebung von Schützengräben, Bau von Luftschutzbunkern und Straßen, Planierungsarbeiten/Munitionsherstellung für Rheinmetall [LIT]
Bemerkungen Es gab insgesamt 4 verschiedene Arbeitslager in der Stadt, in denen russische und polnische Frauen lebten. Zumindest eines dieser Lager war ein Außenlager von Bergen-Belsen. [LIT]
Markierung
Literaturverweise BGBl 1977
Benz/Distel 7, S. 220
ITS 1979 (Standardreferenz)
Plattner 1994b

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